Bauphysiker Halle
Ausbildung Studium

Roland Marktplatz Halle Saale
Marktplatz Halle Saale mit dem Roland

Bauphysiker Studiengang Fachgebiete

Allgemeines zur Berufs-Bezeichnung Bauphysiker

Dipl.-Phys. Günter Schulze
Bauphysiker seit 1976
Primelweg 7, 06122 Halle
0345-25179391

Bauakustik Wärmeschutz Verkehrslärm Lärmprognose

Studium Bauphysik

Als erste und bisher einzige Hochschule der BRD richtete die Fachhochschule Stuttgart - Hochschule für Technik im Wintersemester 1978/79 einen eigenständigen Studiengang Bauphysik ein, der in einem Vollstudium von acht Semestern zum Diplom-Ingenieur (FH) für Bauphysik führt.

Der Studiengang Bauphysik hat das Ziel, einen Sonderingenieur für das gesamte Gebiet der Bauphysik auszubilden. Dieser Dipl.-Ing (FH) für Bauphysik soll, aufbauend auf den mathematischen, physikalischen und messtechnischen Grundlagen, alle Disziplinen der Bauphysik beherrschen und durch eine fachbereichsübergreifende Ausbildung in Fächern der Architektur und des Bauingenieurwesens für die Zusammenarbeit mit dem Architekten und dem Statiker vorbereitet werden.

Diese Verzahnung des Bauphysik-Studiums mit den anderen Planern am Bau hat zum Ergebnis, das die Bauphysik ein integriertes Element des Planungs- und Ausführungsprozesses ist und der Absolvent des Studiengangs Bauphysik als Sonderingenieur am Bau seine Anerkennung findet.

Kennzeichnend für die Disziplinen der Bauphysik ist die enge Beziehung zur technischen Physik und deren theoretischen und experimentellen Grundlagen.

Das bauphysikalische Vorgehen für die Berechnung und Dimensionierung der Maßnahmen, für die Abnahme am Bau sowie für eventuelle Schadensanalysen und Sanierung setzt fundierte naturwissenschaftliche Analyse voraus. Das erfordert in vielen Fällen den Einsatz ausgefeilter physikalischer Messtechniken und computerunterstützter Modellsimulation.

Fachgebiete Bauphysik

Unter dem Begriff Bauphysik werden die physikalischen Transportphänomene und Schutzmechanismen am Bau, d. h. im Inneren von Räumen, in Bauteilen, in der Umgebung von Bauwerken und in deren städtischem Verbund verstanden. Charakterisiert durch den jeweils zugrunde liegenden physikalischen Mechanismus und dessen messtechnische Erfassung gliedert sich das Fachgebiet Bauphysik in die folgenden Disziplinen:

  • Wärme:
    Wärmeschutz der Gebäude aus den Gründen der Wohnhygiene, der Behaglichkeit und der Energieeinsparung sowie zur Vermeidung thermischer Schäden und Verformungen.
  • Feuchte:
    Feuchtigkeitsschutz der Baustoffe und deren baukonstruktiver Funktion gegen gefährdende Angriffe der Wasserdampfdiffusion mit Tauwasserbildung, des Schlagregens, der Erdfeuchte und durch drückendes und druckloses Wasser.
  • Schall:
    Schallschutz der Wohn- und Arbeitsbereiche gegen Verkehrslärm, Nachbarschafts-, Luft- und Trittschall, gegen Anlagen- und Installationsgeräusche sowie der raumakustischen Gestaltung für eine - je nach Anforderung - optimale Hörbarkeit.
  • Brand:
    Brandschutz des Bauwerks und der Sachwerte, der Schutz des Lebens und der Gesundheit im Brandfall durch Anforderungen an die Brennbarkeit, Feuerwiderstandsdauer und Toxizität.
  • Licht:
    Tages- und Kunstlichtbeleuchtung, die Besonnung und der bauliche Sonnenschutz entsprechend der Nutzung bei minimalem Energieaufwand.

Über diese traditionellen Disziplinen hinaus umfasst die Bauphysik auch die Bereiche:

  • Stadtbauphysik:
    Problemstellung der mikroklimatischen Strömungs- und Immissionsvorgänge bei hoher Bebauungsdichte sowie den Schutz des Menschen vor der Lärmausbreitung und der Luftverschmutzung der Nah-Umwelt.
  • Energie:
    Energieberatung für einen wirtschaftlich optimalen Wärmeschutz und Energieeinsatz einschließlich der bauphysikalisch einwandfreien Anwendung regenerativer Energietechniken, besonders der aktiven und passiven Solarenergienutzung.